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03.04.2019

Was heißt Digitalisierung?

Prof. Dr. Peter Fettke, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

Key Facts
  • Digitale Repräsentation, Automatisierung und veränderte Geschäftsmodelle - Unterscheidung von drei Bedeutungskernen
  • "Analogisierung" - ein weiterer Trend der Digitalisierungswelle
  • Steuern für Technik und Technik für Steuern - Konsequenzen für die Digitalisierung der Steuerfunktion

Die Digitalisierungswelle

Das kleine Wörtchen „digital“ hat in jüngster Zeit eine erhebliche Verbreitung gefunden und zu einer Fülle neuer Wortschöpfungen geführt. So hat Peter Mertens rund 3.000 digitale Wortbildungen in diesem Zusammenhang nachgezeichnet: Vom „Abenteuer der Digitalisierung“ über das „Mekka der Digitalisierung“ bis zur „Zweiten Digitalisierungswelle“ finden sich für fast alle Buchstaben des Alphabetes hunderte Verwendungen (http://wi1.uni-erlangen.de/research/publications/digital-inflation-der-wortschoepfungen, Stand Dezember 2018). Auch die Autoren des Koalitionsvertrags der amtierenden Bundesregierung setzen auf die Digitalisierung. „Digitale Modernisierung“, „gute digitale Arbeit“ und „digital first“ sind nur drei Beispiele aus über 150 Wortverwendungen. Aber: Was heißt eigentlich „Digitalisierung“?

Digitalisierung - eine Einordnung

In der aktuellen Digitalisierungswelle sind mindestens drei Bedeutungskerne zu unterscheiden:

  1. Bedeutungskern: Analoge Merkmale und Eigenschaften werden in digitale Repräsentationen überführt. Digitale Beschreibungen gibt es nicht nur für Zahlen, die Temperaturen, Uhrzeiten oder Gewichte repräsentieren, sondern auch für Texte, Bilder, Videos, Musikstücke und vieles anderes mehr. Genau in diesen technischen Möglichkeiten liegt seit Beginn der technischen Entwicklung von Computern der enorme Erfolg. Maschinen verarbeiten digitale Symbole, die eine Fülle analoger Merkmale und Eigenschaften repräsentieren können.

  2. Bedeutungskern: Abläufe werden unter Nutzung von informationstechnischem Fortschritt automatisiert. Texte werden nicht mehr von Hand geschrieben, sondern mit Maschinen; Briefe werden nicht mehr von Boten sortiert und verteilt, sondern von Maschinen; Dokumente werden nicht mehr von Menschen übersetzt, sondern von Maschinen; Maschinen werden nicht mehr von Hand gefertigt und montiert, sondern von Maschinen; Saug- und Mähroboter erledigen Hausarbeiten. Ehemals manuelle Abläufe werden zunehmend von und mit Maschinen automatisiert.

  3. Bedeutungskern: Die Automatisierung eröffnet neue Geschäftsmodelle. So können Turnschuhe nach den Designwünschen des Kunden per Knopfdruck hergestellt werden; Müslimischungen werden nach persönlichen Geschmacksvorstellungen des Kunden individuell erstellt; Bücher können direkt auf ein Endgerät an allen Orten der Welt per Wischgeste auf einem mobilen Endgerät gekauft werden. Diese Geschäftsmodelle basieren auf Automatisierung, verändern allerdings klassische Wertschöpfungsketten grundlegend, sind disruptiv.

 

Eine Unterscheidung der Bedeutungskerne ist gerade auch deshalb wichtig, da ein weiterer Trend besser als „Analogisierung“ zu verstehen ist:

  • Benutzerschnittstelle: Neue Ein- und Ausgabegeräte wie die Hololens, der Touchscreen und das Mikrophon sind physisch, also erstmal analog, verbreiten sich aber zunehmend.
  • Exoskelett: Zur Unterstützung des Hebens schwerer Lasten oder zur Mobilisierung körperlich eingeschränkten Personen dienen diese neuen mechanischen Apparate.Eingebettete Systeme: Automobile, Flugzeuge, Haushaltsgeräte und industrielle (Land-) Maschinen sind weiterhin physische Geräte, aber mit Computern durchsetzt, ohne dass diese nach außen sichtbar werden.
  • 3D-Druck: Produkte können am Ort des Konsumenten gedruckt, also quasi gefertigt werden.
  • Eingebettete Systeme: Automobile, Flugzeuge, Haushaltsgeräte und industrielle (Land-) Maschinen sind weiterhin physische Geräte, aber mit Computern durchsetzt, ohne dass diese nach außen sichtbar werden.

 

Dieser Trend zur Analogisierung ist ebenso von hoher Bedeutung in der aktuellen Digitalisierungswelle.

Konsequenzen für die Digitalisierung der Steuerfunktion

Die skizzierten Entwicklungen haben vielfältige Konsequenzen für die Steuerwelt, wobei zwei Perspektiven zu unterscheiden sind. Aus der ersten Perspektive stellen sich Fragen hinsichtlich der Besteuerung digitaler Phänomene (Steuern für Technik, „tax for technology“): Wie wird die digitale Wirtschaft besteuert? Ist die Besteuerung von Daten, Automatisierung oder innovativen Geschäftsmodellen ökonomisch sinnvoll? Wie sind Gewinne und Verluste mit virtuellen Währungen im Unternehmen steuerlich zu behandeln?

Aus einer zweiten Perspektive stellen sich vielfältige Fragen hinsichtlich der Gestaltung von Informatik-Systemen, also Fragen zur Gestaltung von Besteuerungsprozessen (Technik für Steuern, „technology for tax“): Können Fehler bei der Festsetzung von Steuersätzen für Warenlieferungen automatisiert aufgedeckt werden? Wie werden konzernweite Verrechnungspreise systemtechnisch erstellt, dokumentiert und übermittelt? Wie beeinflussen virtuelle Assistenten die Kommunikation zwischen Steuer- und Fachabteilung? Wie sind die Schnittstellen zwischen Steuerpflichtigen, Steuerberatern und Finanzverwaltung technisch auszugestalten?

Die Digitalisierung eröffnet also auch in der Steuerwelt viele spannende neue Aufgaben, die es zu entdecken und zu gestalten gilt!

Beitrag erschienen in Infoletter Digitalisierung #1.2019
Gerüstet mit gebündeltem Digitalisierungs-Know-how
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